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Die alte Yang-Form ist unterteilt in drei Form-Teile:
Man beginnt mit dem Erlernen des ersten Teils "Form 1", der der Erde zugeordnet wird. Man steht fest auf seinen Füßen und lernt, eine gute Haltung einzunehmen. Verspannungen werden losgelassen und man richtet sich an der Schwerkraft zur Erde aus, Stress und Anspannungen lassen wir sozusagen in die Erde abfließen – wir erden uns mental und körperlich. Die Bewegungen konzentrieren sich auf vor, zurück, drehen usw. Teil 1 enthält keine Kicks und keine ausgesprochen tiefe Stellungen. Es werden ungefähr 25 Bewegungsabläufe durchgeführt. Dieser Teil ist daher besonders als Einstieg in das Tai Chi zu empfehlen.
Der zweite Teil "Form 2" ist dem Himmel zugeordnet. Dies bedeutet, man lernt, sich nach oben hin aufzurichten, dem Körper Raum zu geben. Während des ersten Teils haben wir Kontakt zu unserem Yin-Pol aufgenommen, hier im zweiten Teil nehmen wir Verbindung zum Yang-Pol, dem Himmel, auf. Die Bewegungen erweitern sich in die Diagonalen und zur Seite, sowie um einige Kicks. Der zweite Formteil zählt ungefähr 60 Bewegungsabläufe. Er ist durch Wiederholungen aus Form 1 und den Erweiterungen eine sinnvolle Aufbaustufe.
Der dritte Teil "Form 3" ist dem Mensch zugeordnet, er will die feste Verbindung mit der Erde und das Aufrichten nach oben verbinden. Der Mensch bewegt sich zwischen den Kräften der Erde und des Himmels und ist als Vermittler dieser Kräfte auf der Welt. Die Bewegungen bauen auf Form 1 und 2 auf. In dieser Form werden besonders tiefe Stellungen wie z.B. die Schlange hinzugefügt und diagonale Bewegungswechsel in verschiedene Richtungen ausgeführt. Form 3 zählt über 80 Bewegungsabläufe.
Alle drei Formteile ergänzen sich in ihrer Wirkung und zusammen ergeben sie die lange Yang-Tai Chi Form.
Letzte Änderung am Samstag, 7. April 2012 um 22:14:08 Uhr.